Erste Gussversuche

Artikel vom 09.01.2017 um 22:16


Hallo zusammen!

Ich habe gemeinsam mit einem guten Freund entschlossen ein paar Gussversuche durchzuführen. Das Ziel war, eine Zwackel aus Aluminium herstellen zu können.

Da dies auch aus dem Vollen (einer Platte) herstellbar ist, jedoch dabei sehr viel unnötiger Verschnitt anfällt haben wir uns zum Gießen entschlossen.

Das alles sollte als erster Test dienen und daher nicht zu viel Geld in Anspruch nehmen. Daher haben wir Aluminiumronden aus einer Knetlegierung für den ersten Versuch verwendet.



Die Formen haben wir aus Styrodur hergestellt und die Gussform war aus Gips. Wir haben uns anfangs für Gips entschieden, da uns Gusssand zuerst zu teuer erschien.

Die erste Esse bestand aus zwei unterschiedlich großen Blumentöpfen, deren Zwischenraum wir mit Steinen füllten. Die haben wir auf eine Feuerstelle gestellt und die Kohle mit einem Föhn unterstützt. Das Aluminium befand sich in einer Edelstahlschüssel.

Das Aluminium hat begann sich zu verflüssigen, nachdem wir einen Bunsenbrenner von oben hinzuzogen.



Mit großem entsetzen mussten wir beim Abgießen feststellen, dass sich in der Gipsform Reste von Luft befanden. Dies führte dazu, dass das Aluminium unkontrolliert "geblubbert" hat, wodurch die gesamten Formen zerstört wurden.

Das Ergebnis war nicht zufriedenstellend.


Gips ist für uns als Form für weiter folgende Versuche ausgeschlossen worden. Wir können so große Formen nicht auf die Gradzahl erhitzen, sodass keinerlei Luft mehr im Gips vorhanden ist.

Auch unsere Esse musste optimiert werden, da das Einschmelzen des Aluminiums sehr lange gedauert hatte und sich dabei viel Oxid bildete.

Als Ausgangsmaterial eignet sich eine Knetverbindung für das Gießen nicht - wir werden deshalb für weitere Versuche auf Gusslegierungen zurückgreifen.

Trotz aller Enttäuschungen wurde aus einer der Gussschleudern eine brauchbare, wenn auch optisch nicht so ansprechende, Zwille.






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